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11. Eisbär Ori 21.02.2015

Treffpunkt in diesem Jahr erstmals im „Ausland“ bei unseren belgischen Nachbarn.

Ein Café im Match Food & More Einkaufscenter in Eupen war der ausgewählte Ort. Eigentlich sollte es das Café gegenüber sein, das öffnete aber erst um 10.00 Uhr. Die Alternative war aber absolut okay, einziges Problem: es gab entschieden zu viel Auswahl an leckeren Sachen…Für welche Kalorienbombe sollte man sich da nur entscheiden. Na ja, und obwohl dort alles noch sehr deutsch durchwachsen ist, das mit den leckeren Brötchen kriegen sie nicht hin. Schlimmer sind da nur die Holländer. Die beiden Mädels hinter der Theke taten mir wohl etwas leid, die waren nach dem Ansturm sicher für den Rest des Tages vorgeschädigt.

 

Der eigentliche Start war allerdings 19 km entfernt im Hohen Venn. Wir waren ganz offensichtlich nicht die einzigen, die mit der Streckenbeschreibung durch Eupen so ihre Probleme hatten. Die Aussage „Art Kreuzung“ geradeaus, hat wohl so manchen auf die falsche Fährte gelockt. Wir sind letztlich den Schildern Richtung St. Vith gefolgt, von dem irgendwo die Rede war. Aber 20 Minuten Zeit für diese Strecke waren eher ein schlechter Scherz.

Wir bewegten uns zielstrebig zum Startort beim Signal de Botrange. Da macht das Hohe Venn seinem Namen alle Ehre- höher geht es nicht, knapp 700 m!

Und auf dem Weg dorthin war es wirklich tiefer Winter. Der Frost hatte den Nebel auf allen Bäumen in dicken Raureif verwandelt- ein tolles Bild, Schnee gab es rundum auch noch reichlich, fehlte nur etwas Sonnenschein. Der kam aber am Nachmittag auch noch dazu.

 

Das Zeitproblem für die Überführungsetappe hatte sich dann unerwartet erledigt- da hatte es wohl Kommunikationsprobleme gegeben, jedenfalls lagen die Fahrtunterlagen noch in Eupen. Also, alle Zeit der Welt.

 

Uns erwartete eine insgesamt 170 km lange Strecke- nicht gerade ein Pappenstiel. OE 1 hatte 100 km, leider habe ich die Fahrtzeit falsch verstanden. Notiert hatte ich 105 Min, aber es waren wohl 150 Min plus 45 Min Karenz. Führte letztlich dazu, dass wir zwar keine Karenz genutzt haben, aber in dem Glauben waren, gerade noch vor deren Ablauf im Ziel zu sein. Ohne diesen Druck hätte ich vielleicht!! den letzten Fehler am Schluss nicht gemacht. Vielleicht.

 

Für die Klasse B galt, nie gegen Pfeile und diese auch nur 1 X in kompletter Länge fahren. Verbinden nach alter Karte und einlinige Wege in Aufgabe 2 und 5 nutzen. Eigentlich überschaubar.

Genau wie die Fahrtunterlagen, wobei man bei Hans auf keinen Fall ohne Lupe arbeiten darf. Kleine Häkchen am Anfang sind so etwas wie sein Markenzeichen.

Das hat ja auch ganz gut geklappt. Eine zusätzliche Aufgabenstellung unten links im Bild wir da schon eher übersehen. Sagte irgendwas von Kreuzungsverbot,  dabei ging meine Lösung doch so schön auf….brachte leider eine OK zu viel.

Eine zu wenig gab es im Gegenzug für den nicht beachteten Punkt auf der Autobahn. Striche, die über Brücken führen gibt es halt nicht. Habe ich aber gar nicht gesehen. Die dazugehörige OK 29 hatten wir wohl auf der Strecke schon gesehen und gerätselt, was die denn da zu suchen hat…. Shit happens.

Etwas problematisch sind, zumindest für uns, die künstlerisch gestalteten Ortseingangsschilder in Belgien. So schön weiß und unauffällig. Mussten aber halt notiert werden.

 

Die Wege waren entgegen der Ansage aber durchweg frei und gut fahrbar. Einige Wirtschaftswege waren noch vereist bzw. hübsch verschlammt. Nach der Tour hatten so ziemlich alle Autos dieselbe Farbe. Schlamm.

 

Nur auf einer langen Walddurchfahrt ziemlich hoch gelegen, konnte man lediglich der vorgefertigten Fahrspur folgen, der Schnee rechts, links und in der Mitte war so verharscht und auch hoch, da gab es kein Ausweichen. Genau auf diesem Stück kämpfte jemand mit einem gelben Nummernschild (vermutlich auch auf Sommerreifen) mit den Widrigkeiten des Winters. Zu Fuß hätte man sie leicht überholen können.

Peter Kamps hatte als erster das Vergnügen aufzulaufen, es gesellte sich dann nach und nach eine ganze Kette Teilnehmerfahrzeuge dazu. Die Dame vorweg ließ sich nicht beirren. Dann kam von vorne auch noch ein Trecker und nix ging mehr. Vermutlich stand die Fahrerin kurz vorm Herzinfarkt. Der Treckerfahrer wich dann netterweise rückwärts in einen Waldweg aus. Erst kurz darauf an einer Ausweitung ohne viel Schnee war die Dame dann bereit, Platz zu machen. Brachte ihr noch so manch „netten“ Gruß ein.

 

Die Mittagsrast war in einem Kaff namens Meyerode. Auf dem Parkplatz trafen wir auf eine große Truppe alter amerikanischer Armeefahrzeuge. Deren Besatzungen hätten sich gewiss mehr Schnee für ihr Spielzeug gewünscht. Die kommen ja überall durch.

 

Nach einer kurzen Pause und kleiner Stärkung mit Eintopf und frischem Baguette ging es zur OE 2. Hier war die Zeit eigentlich kein Problem, hatte sie auch richtig notiert. Zudem hatte Hans hier vorzugsweise Wege ausgesucht, die das Herz der Fahrer höher schlagen ließ. Durch die Walachei, Kurve an Kurve und keine komplizierte Aufgabenstellung- also gib Gas!

 

Ziel war in Deutschland, genau gesagt Bleialf. Auch im Ziellokal hatte es wohl ein Verständigungsproblem gegeben. Der Wirt hatte für unsere Truppe max. 30 Leute eingeplant, alle anderen Tische bzw. Räume waren anderweitig vergeben. Aber mit gutem Willen und Tischen plus Stühlen aus dem Fundus, wurde letztlich Platz für alle geschaffen. Eng ist gemütlich- oder wie heißt es?

 

Das Ergebnis der OE 1 kam eigentlich recht zügig, obwohl es da über 50 Kontrollen gab.

Das Gesamtergebnis blieb geheim, es gab direkt die Siegerehrung. Das aber erst gegen 19.00 Uhr. Für uns hatte sich an der Platzierung nichts geändert. Peter Kamps und Klaus Schewior erreichten Platz vier, Wilfried Gerlach mit Fahrer Christoph Janoschek fuhr auf Platz 5, wir kamen auf Platz 6.

Hans-Peter und Martina Milka in der Klasse A erreichten einen guten 3. Platz.

 

Der Heimweg war dann noch ziemlich unerfreulich, der fast komplette Weg zurück lief bei dichtem Schneetreiben und entsprechendem Straßenzustand. Erst hinter Aachen war es dann mehr Regen und zuhause war es so gut wie trocken.

 

Fazit: Wenn wir unbedingt einen Plüsch-Eisbären haben wollen, gilt: Selber kaufen!!

 

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